36er DKW Roadster Street Rod

36er DKW Roadster Street Rod :
So nenne ich meinen Rod da ich die Optik mit dem Kühlergrill an einen DKW Roadster angelehnt habe . Ansonsten hat er eigentlich keinerlei Ähnlichkeit mit einem "echten" DKW . Aber es soll ja auch keine Replika sein , sondern ein Rod ! Ich hätte ihn auch "Streethawk Special" nennen können , das Kind muss nun mal einen Namen haben , was solls .

Gekauft habe ich als Basis im August 2004 einen SPARTAN , ein britisches Kleinserienfahrzeug auf einem 68er Triumph Herald Rahmen . Geplant war einen Low Budget Rod daraus zu bauen .



Keine wirkliche Schönheit , besonders mit geschlossenem Verdeck ...






Ein Grundgedanke des Hot Rodding ist ein altes Fahrzeug schneller zu machen . Ich begann damit dass ich einen Tag nach dem Kauf das Verdeck nebst Steckscheiben und großer Windschutzscheibe demontierte . Dann wurde erst Mal bis Oktober so rum gefahren . Aber dann ging es los :
Aller unnötiger Ballast verschwand : Stoßstangen , Reserverad , die nicht funktionierende Heizung , Scheibenwischer , Teppich , etc. 
Was mir überhaupt nicht gefiel war dieser MG - ähnliche Look der 60er Jahre . Ich wollte einen Rod in 30er Jahre Optik . Dazu besorgte ich mir einen Kühlergrill eines DKW von 1936 .







Der war natürlich viel zu hoch so , deshalb schnitt Reinhold N. mir 12 cm aus der Mitte heraus und schweisste den Grill wieder zusammen . An den Kotflügeln schnitt ich alles weg was mir nicht gefiel und laminierte Glasfasermatten über die Löcher . Schliesslich wollte ich Scheinwerfer auf die Kotflügel montieren , so wie es in den 30ern üblich war .










Die vorderen Kotflügel montierte ich 9 cm tiefer .



An Stelle der Heizung bog ich mir ein Edelstahlblech . Die überflüssigen Löcher im Windlauf schloss ich mit Alublechen und Montagekleber , da ich Aluminium nicht schweissen kann .




Für den Bremsflüssigkeitsbehälter baute ich eine neue Halterung . Der Behälter selbst kommt aus dem VW Regal .




Auch das Heck entsprach nicht meinen Vorstellungen . Schlossermeister Wolfgang S. baute nach meinen Plänen ein neues Heckblech , wobei die Seitenlinien nun dem Verlauf der hinteren Kotflügel besser folgen . Das Nummernschild wurde getunnelt und ich montierte einen Motorradgepäckträger .










Nach und nach lackierte ich den Body und die Einzelteile Mattgrau .




Wie gesagt , nach und nach .... Zwischendurch schraubte ich immer mal wieder alles zusammen um zu fahren , fahren , fahren . So war der Rod halb fertig auf vielen Treffen zu sehen . Die 60er Jahre Dunlop - 48-Speichen - Felgen lackierte ich in Zweischicht Rot mit weissem Rand . Sie bekamen Klarlack verpasst um den Bremsstaub besser runter zu kriegen .






Als ich endlich sämtliche Teile fertig in Mattgrau lackiert hatte , bekamen Kühlergrill und vordere Kotflügel noch ein paar rote Highlights mit weissen Linierungen . Diesmal ohne Klarlack , also matt .



Da der Roadster ja immer offen ist , montierte ich einen alten Koffer auf den Gepäckträger , um wenigstens Regenklamotten mitnehmen zu können . Die Kennzeichenleuchten stammen aus dem Hause Audi .



Hier noch ein paar Detailaufnahmen : 
Echte Brooklands - Scheiben , Spiegel und Blinker im Iron Cross - Design ( hat definitiv nix mit Nazi - Kacke zu tun ! ) .










Die Rückleuchtenhalter schweisste ich aus einem alten Stuhl und ein paar Blechresten zusammen .



Das DKW - Emblem war natürlich Grün - Weiss und stammt von einem Motorrad . Ich setzte eine Befestigungsschraube ein und lackierte es passend zum Rest .



Gerrit Goede trug mit feinem Pinsel noch ein paar richtig tolle Linien auf . Mehr dazu unter ART & STYLE / PINSTRIPES & LETTERING .



Die Werkzeugrolle unter dem vorderen Kennzeichen fuhr früher mal mit Monika`s Harley mit .




Innen musste ich das 14 Zoll Holzlenkrad gegen ein 12 Zoll Lederlenkrad tauschen , da ich mit dem linken Bein immer zwischen Tür und Lenkrad fest hing . Der Vorwerk - Teppich flog raus . Dafür sanierte ich den Holzboden und fertigte einen neuen Getriebetunnel aus Aluminium an . Der dezente Lichtschalter arbeitete früher in einem 65er Porsche 356 und der Edelstahlhupenknopf am Armaturenbrett gehörte einst zu einem Getränkeautomat .






Zu speziellen Anlässen montiere ich einen langen Schalthebel im besten Big Daddy Roth - Style . Das Fußbänkchen für die Beifahrerin ist wohl das älteste Teil am ganzen Auto .... ein Fußpedal einer Singer Nähmaschine , geschätzte 100 Jahre alt .



Einige Teile die ich nicht mehr benötige stiftete ich der Theater AG "meiner" Schule zum Bau einer Requisite ( Stoßstange , Scheinwerfer , Blinker ) :




Im Juli 2008 baute ich aus einem Halogenstrahlergehäuse ein Handschuhfach , damit man wenigstens Kleinteile wie Handy und so was verstauen kann .




Im August 2008 , als ich zu einem Oldtimertreffen in Elsdorf unterwegs war , hatte der Motor plötzlich starken Ölverlust . Der Rod musste vom ADAC nach Hause gebracht werden . Es stellte sich heraus das die Anlaufscheiben der Kurbelwelle verschlissen waren und in der Ölwanne lagen . Es half alles nichts , der Motor musste raus und repariert werden .













Eine Aktion die ich ohne Wolfgang nie geschafft hätte !





Der Motor musste von einem professionellen Motorenbauer überholt werden . Dies nahm ich zum Anlass jedes noch so kleine Teil zu lackieren oder zu polieren .























Der Ölmeßstab wurde von mir mit einem originalen versilberten Messer aus den 1920er Jahren gekreuzt , welches aus einem früheren Kölner Hotel stammt .









































Ist ganz hübsch geworden wie ich finde .
So lange der Motor ausser Haus war konnte ich mich dem Motorraum und dem Kühler widmen .
















Im Januar 2009 konnte dann alles wieder eingebaut werden .










Leider lies sich danach das Getriebe trotz neuer Kupplung nicht sauber schalten :-( . Also musste das Getriebe raus . Es stellte sich heraus dass das neue Ausrücklager verkehrt war ...Als auch dies behoben war und das Getriebe wieder eingebaut war , flog bei der ersten Probefahrt nach 5 km ein Froststopfen aus dem Motor . Das Wasser lief aus und ich musste wieder abgeschleppt werden ... Diesmal hatte der Motorenbauer gemurkst .

Wird fortgesetzt - 
A Rodder`s work is never done !!!  

Dank an alle Helfer !!!
 
Ich danke allen die mir bei meinen zahlreichen Projekten in irgend einer Form geholfen haben , mich unterstützt haben oder einfach nur an mich geglaubt haben :
Dank an Gerd , Willi , Howie , Reinhold , Mario , Dirk , Till , Wolfgang , Werner , Paul Heinz & Marlene , meine Eltern und natürlich Monika für ihr nie endendes Verständnis !
DANKE !!!
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